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Invisalign stellt eine beliebte Alternative zur klassischen Zahnspange dar, da das Verfahren für dritte unsichtbar ist, besonders Erwachsene mit einem Zahnfehlstellungsproblem greifen gerne auf die transparente Alternative zurück.

Doch wie funktioniert das Verfahren genau? Wir haben die Berliner Kieferorthopädin Dr. Christine Voslamber gefragt:

Zunächst wird mit einem modernen 3D Computergrafik-Verfahren, das sogenannte ClinCheck Verfahren ein Behandlungsplan erstellt. Dieser zeigt zunächst das Behandlungsziel, sprich die gewünschte Endstellung der Zähne und den gesamten Weg dorthin. Der Behandlungsplan zeigt die einzelnen Schritte, in denen die Zähne mithilfe von transparenten Alignern bei jedem Schritt neu und exakt an den Patienten angepasst werden. Mithilfe der Aligner kann sowohl der Bewegungsumfang, als auch der Bewegungszeitpunkt der einzelnen Zähne genau bestimmt werden, dadurch können die Zähne einzeln und je nach Behandlungsschritt exakt nach Plan bewegt werden, was eine optimale Kraftübertragung gewährleistet.

Ein individueller Behandlungsplan sorgt für beste Ergebnisse

By Davisdentalcare (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons
Der Aligner arbeitet, wie auch eine normale Zahnspange, mithilfe von Druck, der die Zähne langsam in die gewünschte Position bringt. Die Aligner werden im Rhythmus von ca. 2 Wochen gewechselt, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Die Zeitspanne der Behandlung hängt stark von der jeweiligen Gebisssituation des Patienten ab, kann mit dem Behandlungsplan des ClinCheck Verfahrens jedoch nach der Voruntersuchung genau abgeschätzt werden. Nach jeder Neuausrichtung der Zähne wird der aktuelle Zahnstand kontrolliert und der Behandlungsplan eventuell angepasst. Da das Verfahren des Invisalign so aufwendig und millimetergenau ist, sollte es nur von erfahrenen Experten auf dem Gebiet der unsichtbaren Zahnkorrektur durchgeführt werden. Keinesfalls sollte sich ein Patient auf eines der verlockend wirkenden Sparangebote einlassen, die manche Praxen anbieten.

Dauer der Behandlung

Abhängig davon wie sehr die Zähne gerichtet werden müssen entsteht in der Regel eine Behandlungszeit von circa 6 bis 18 Monaten. Eine Behandlung mit einer normalen Zahnspange würde in etwa den selben Zeitanspruch haben. Die Behandlungszeit ist so lange, da die Zähne, mit den Aligner immer nur in sehr kleinen Schritten, mittels Druck bewegt werden und dies in Millimeterarbeit. Ein zu schnelles Vorgehen könnte eine Schädigung des Zahnes oder eine dauerhafte Lockerung des Zahnes zur Folge haben und im schlimmsten Falle den Verlust des Zahnes oder gar gleich mehrerer Zähne bedeuten. Deshalb ist es so wichtig, dass der Behandlungsplan individuell auf die Zahnsituation des jeweiligen Patienten abgestimmt wird, der Plan aber auch regelmäßig angepasst und erneuert wird und vor allem auch, dass der Plan eingehalten wird.

Es gibt mittlerweile auch Fachärzte, die die Aligner bereits nach einer Woche wechseln, so dass eine Behandlung innerhalb von nur 3 Monaten möglich ist, dies ist in einigen Fällen auch umsetzbar, doch sollte sich jeder Patient auf eine längere Tragezeit einstellen, da die 3 Monate nur bei geringen Verschiebungen und idealen Voraussetzungen möglich sind. Vor allem gibt es auch keinen Grund ein beschleunigtes Verfahren zu wählen, da die Invisalign unsichtbar sind und auch die Hygiene ist während der Behandlung kein Thema, die Vorrichtung kann zum Reinigen der Zähne herausgenommen werden.

Lange Zeit haben die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung und das Einsetzen von Zahnimplantaten in der Regel nicht abgedeckt. Ausnahmen hierbei waren nur Unfälle oder Eingriffe nach zum Beispiel einem Tumor. Als Patient hatten nur die privat versicherten Kunden eine Chance auf Kostenübernahme, mittlerweile hat sich dies allerdings gelockert und immer mehr Versicherungen bieten zumindest eine Erstattung eines Teiles der Kosten an. Wie die neuesten Regelungen sind und auf welche Kosten sich der Patient generell einstellen sollte zeigt dieser Artikel.

Kostenübersicht beim Zahnimplantat

Die Gesamtkosten für ein Implantat mit Vor- und Nachsorge, können je nach Patient unterschiedlich ausfallen, so spielt es für die Kosten eine entscheidende Rolle, ob es Vorerkrankungen gibt, die erst Behandelt werden müssen. So zum Beispiel bei einer bestehenden Parodontitis, diese muss erst komplett behandelt und ausgeheilt sein, bevor die eigentliche Implantatbehandlung erfolgen kann. Auch die eventuell notwendige Vorbehandlung ist bei jedem Patienten sehr individuell, muss Beispielsweise das Bindegewebe oder der Knochen erst aufgebaut werden, steigert dies natürlich die Kosten. Damit der Patient nicht im ungewissen bleibt, was in seinem speziellen Fall für Kosten anfallen gibt es einen sogenannten Heil- und Kostenplan, dieser Listet übersichtlich alle Implantat- und Zahnersatzkosten auf. Generell lassen sich die Kosten schon mal in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen in implantologische Leistungen und zum anderen in die Kosten für Versorgung mit Zahnersatz auf den Implantaten.

Bei guter Knochenqualität und keinerlei Komplikationen kann der Patient von einer Kostenbilanz von ca. 2000 Euro rechnen. Damit werden die Arztpreise, Röntgendiagnostik, Material und das Implantat selbst abgedeckt. Dies ist allerdings der Preis für den idealsten Fall, schnell kommen hier noch Behandlungskosten für Vorbehandlung und Sonderanfertigungen sowie Nacherkrankungen dazu. Deshalb ist man als Kunde gut beraten eine Versicherung zu wählen, die die Kosten mit übernimmt.

Wann übernimmt die Versicherung?

Für Privatversicherte gilt, dass die Versicherung im Regelfall die Kosten für Zahnersatz und Zahnimplantat übernimmt, wenn dies im Tarif festgeschrieben ist. In vielen Fällen fordert die Krankenkasse allerdings vorab einen Kostenplan. Seit 2005 übernehmen auch gesetzliche Krankenkassen einen Teil der Kosten, die gesetzlichen Krankenkassen haben hierfür einen Satz an Festzuschüssen bestimmt, der sich an der alternativen konventionellen Versorgung orientiert. Nur in einigen festgelegten Ausnahmefällen, wie schweren Erkrankungen und bei Unfällen, sprich bei allen Fällen, bei denen es keine alternative Behandlungsmethode gibt, fallen die normalen Standard Wege weg und die Krankenkasse übernimmt die gesamten anfallenden Behandlungskosten.

Da meist nur ein Teil des Betrages von der Krankenkasse übernommen wird, neigen viele Kunden dazu, sich günstigere Angebote einzuholen. Diese vermeintlichen Schnäppchen sind oft im Internet zu finden oder gar bei ausländischen Praxen. Auch wenn die Behandlung auf den ersten Blick günstiger erscheint, ist oft ein solches Angebot mit viel Schaden und enormen Wiederherstellungskosten verbunden, da die medizinische Versorgung oft mangelhaft ist oder es im Vorfeld keine genaue Abklärung des individuellen Falles des Patienten gibt. Als Kunde sollte man daher immer bei den erfahrenen und seriösen Experten bleiben und lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür halten die Implantate bei guter Pflege aber auch sehr lange.