Die Kosten für ein Zahnimplantat und deren Übernahme

Lange Zeit haben die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung und das Einsetzen von Zahnimplantaten in der Regel nicht abgedeckt. Ausnahmen hierbei waren nur Unfälle oder Eingriffe nach zum Beispiel einem Tumor. Als Patient hatten nur die privat versicherten Kunden eine Chance auf Kostenübernahme, mittlerweile hat sich dies allerdings gelockert und immer mehr Versicherungen bieten zumindest eine Erstattung eines Teiles der Kosten an. Wie die neuesten Regelungen sind und auf welche Kosten sich der Patient generell einstellen sollte zeigt dieser Artikel.

Kostenübersicht beim Zahnimplantat

Die Gesamtkosten für ein Implantat mit Vor- und Nachsorge, können je nach Patient unterschiedlich ausfallen, so spielt es für die Kosten eine entscheidende Rolle, ob es Vorerkrankungen gibt, die erst Behandelt werden müssen. So zum Beispiel bei einer bestehenden Parodontitis, diese muss erst komplett behandelt und ausgeheilt sein, bevor die eigentliche Implantatbehandlung erfolgen kann. Auch die eventuell notwendige Vorbehandlung ist bei jedem Patienten sehr individuell, muss Beispielsweise das Bindegewebe oder der Knochen erst aufgebaut werden, steigert dies natürlich die Kosten. Damit der Patient nicht im ungewissen bleibt, was in seinem speziellen Fall für Kosten anfallen gibt es einen sogenannten Heil- und Kostenplan, dieser Listet übersichtlich alle Implantat- und Zahnersatzkosten auf. Generell lassen sich die Kosten schon mal in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen in implantologische Leistungen und zum anderen in die Kosten für Versorgung mit Zahnersatz auf den Implantaten.

Bei guter Knochenqualität und keinerlei Komplikationen kann der Patient von einer Kostenbilanz von ca. 2000 Euro rechnen. Damit werden die Arztpreise, Röntgendiagnostik, Material und das Implantat selbst abgedeckt. Dies ist allerdings der Preis für den idealsten Fall, schnell kommen hier noch Behandlungskosten für Vorbehandlung und Sonderanfertigungen sowie Nacherkrankungen dazu. Deshalb ist man als Kunde gut beraten eine Versicherung zu wählen, die die Kosten mit übernimmt.

Wann übernimmt die Versicherung?

Für Privatversicherte gilt, dass die Versicherung im Regelfall die Kosten für Zahnersatz und Zahnimplantat übernimmt, wenn dies im Tarif festgeschrieben ist. In vielen Fällen fordert die Krankenkasse allerdings vorab einen Kostenplan. Seit 2005 übernehmen auch gesetzliche Krankenkassen einen Teil der Kosten, die gesetzlichen Krankenkassen haben hierfür einen Satz an Festzuschüssen bestimmt, der sich an der alternativen konventionellen Versorgung orientiert. Nur in einigen festgelegten Ausnahmefällen, wie schweren Erkrankungen und bei Unfällen, sprich bei allen Fällen, bei denen es keine alternative Behandlungsmethode gibt, fallen die normalen Standard Wege weg und die Krankenkasse übernimmt die gesamten anfallenden Behandlungskosten.

Da meist nur ein Teil des Betrages von der Krankenkasse übernommen wird, neigen viele Kunden dazu, sich günstigere Angebote einzuholen. Diese vermeintlichen Schnäppchen sind oft im Internet zu finden oder gar bei ausländischen Praxen. Auch wenn die Behandlung auf den ersten Blick günstiger erscheint, ist oft ein solches Angebot mit viel Schaden und enormen Wiederherstellungskosten verbunden, da die medizinische Versorgung oft mangelhaft ist oder es im Vorfeld keine genaue Abklärung des individuellen Falles des Patienten gibt. Als Kunde sollte man daher immer bei den erfahrenen und seriösen Experten bleiben und lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür halten die Implantate bei guter Pflege aber auch sehr lange.