Wie lassen sich alle Zähne ersetzen?

Wenn es dazu kommt, dass man im Oberkiefer und Unterkiefer keine Zähne mehr hat, dann kann das nicht nur ästhetisch unschön sein, sondern auch Schwierigkeiten auslösen. Insbesondere passiert das bei den älteren Menschen, die ihre Zähne entweder verloren oder sie absichtlich ausgenommen haben, um Platz für Implantate zu schaffen. Zahnimplantate sind eine gute Lösung für solche Fälle in Form einer dauerhaften Vollprothese, die dann an mehreren Zahnimplantaten befestigt wird. Noch eine weitere Möglichkeit wäre die abnehmbare Prothese, die auch an mehreren Zahnimplantaten verankert wird. Solche Prothesen sind rutschfest und sicher im Mund, sodass sie auch ohne großen Aufwand herausgenommen werden können.

Die Behandlung vor dem Implantateinsatz

Vor dem Einsetzen der Implantate muss natürlich die Lage des Patienten geprüft werden, weshalb ein Gespräch mit dem Zahnarzt auf jeden Fall notwendig ist. Nach dem Gespräch folgt meistens eine gründliche Untersuchung, die dann zeigt, in welchem Zustand sich der Kiefer befindet. Deshalb wird der Kiefer geröntgt, damit der Arzt den Zustand bei den Knochengeweben überprüfen kann. Außerdem legt er die Platzierung des Zahnimplantats fest.

Als Ausgangspunkt dieser Untersuchung wird ein Abdruck des Kiefers angefertigt. Je nachdem medizinischen Zustand des Patienten gibt es im Wesentlichen zwei Arten, wie man das Zahnimplantat platzieren kann: Das Einschrittverfahren umfasst das Einsetzen des Zahnimplantats an der dazu bestimmten Stelle, wobei auch ein provisorisches Abutment angebracht wird. Bei dem zweiten Schritt des Verfahrens wird dann das Zahnimplantat eingesetzt und mit Zahnfleisch überdeckt. Das Abutment kommt erst später ins Spiel. Unabhängig davon, für welche Art des Einsatzes sich der Patient entscheidet, der provisorische Zahn oder die Prothese wird eingesetzt und im Anschluss beginnt die Heilungsperiode. Diese verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich. In der Regel sollte sie nicht länger als drei Monate dauern, wenn es sich um den Unterkiefer handelt, und nicht länger als sechs Monate, wenn es sich um den Oberkiefer handelt.

Das Anbringen des Abutments

Das provisorische Abutment wird beim Einschrittverfahren durch ein dauerhaftes Abutment ersetzt, und zwar sobald sich das Zahnimplantat mit dem Knochengewebe des Patienten verbunden hat. Das Zweischrittverfahren umfasst einen sehr kleinen Schnitt, bei welchem unter Lokalbetäubung das Zahnfleisch geöffnet und das Abutment einsetzt wird. Danach folgt das Anfertigen der Zähne. Nachdem das Abutment an seine Stelle gesetzt ist, folgt das Anfertigen eines neuen Abdrucks. Dieser Abdruck wird mit dem ersten Abdruck verglichen, damit der Arzt ein endgültiges Model herstellen lassen kann, welches ideal in den Kiefer passt. Somit bekommen die Krone, Brücke oder die Prothese ihr finales Design.

Die Nachuntersuchung und die Heilungsdauer

Nachdem die Zähne fertig sind, werden sie an den Zahnimplantaten befestigt. Danach kommt es zu einer Kontrolluntersuchung, damit sichergestellt werden kann, dass die Implantate perfekt passen oder, ob es noch Veränderungen notwendig sind. Die Implantate werden solange verändert, bis der Patient ein vollkommen natürliches Gefühl hat.
Natürlich kann es später während der Heilung zu einer schwierigen Periode kommen, welche meistens für einen Patienten nicht gerade wohlfühlend ist. Doch nachdem das geschafft ist, hat der Patient neue Zähne, die bis ans Lebensende halten können.